Willkommen bei Alexander Niemetz

Alexander Niemetz im Portrait

Alexander Niemetz studierte an der Freien Universität Berlin Politikwissenschaften. Er übernahm 1985 für mehrere Jahre die Funktion des ZDF-Chefreporters und berichtete u.a. hautnah von den Fronten in Nahost. Von November 1991 bis Ende 2000 war Alexander Niemetz stellvertretender Leiter und Moderator der Hauptnachrichtensendung "heute-journal".

Seit 2001 ist Alexander Niemetz als freier Journalist, Publizist und Medien Berater für Wirtschaft / Industrie und Politik tätig.

Aktuelle Kolumnen

Europa |

Good by Istanbul

Alexander Niemetz

Der Putschversuch vor genau einer Woche in der Türkei hat ein politisches und gesellschaftliches Beben ausgelöst, das man den Türken nicht unbedingt zugetraut hatte.

Die Parteien von rechts bis links, von den rechten Nationalisten der MHP, zu Erdogans islamistischer AKP, zu den säkularen Kemalisten und der kurdischen HDP - alle vereint im gnadenlosen Urteil über die putschenden Generäle und Offiziere. Wann gab es so viel Gemeinsamkeit in der gespaltenen türkischen Politik. 

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Europa |

Apokalypse Now - Mitnichten - Europa und die Griechen

Alexander Niemetz

Man musste schon ein guter Freund Europas sein, um in diesen Tagen des Griechenland Pokers in Brüsseler Nächten nicht zu verzweifeln.
Mein Fazit: Europa hat gewonnen, nicht verloren.
Die Einheit Europas ist nicht zerbrochen, sie wurde am Ende eindrucksvoll bestätigt. Die Achse Berlin Paris hat allen Unkenrufen zum Trotz gehalten. Und die Spaltung Europas in Nord und Süd - von manchen herbeigeredet oder herbeigesehnt –ist nicht eingetreten. Damit sind nicht die Probleme vom Tisch, aber es gibt so etwas wie eine europäische Grundlage, auf der Lösungen möglich sind.

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Griechenland |

Das griechische Drama

Alexander Niemetz

Griechenland hat gewählt: Würde, Stolz, Selbstbestimmung, Euphorie haben einen Namen  - Alexis Tsipras. Hellas Held, in dunklem Anzug und offenem Hemd, sieht sich nicht nur als Retter Griechenlands, sondern als Rebell für ein besseres Europa. Und der Gewählte (oder sagt man besser Erwählte) fackelt nicht lang - er weiß, was er seinen Wählern schuldig ist: Überflüssige Beamte werden wieder eingestellt, Privatisierung gestoppt, die Renten und Mindestlöhne erhöht. Der griechische Weg, zurück in die Vergangenheit. Bluten sollen andere, die Schuld für alles Übel liegt  ohnehin bei den anderen.  Der Staat ist zurück. Die Griechen gingen auf Pump in die Katastrophe, nun wollen sie auf Pump aus der Katastrophe. Nicht verwunderlich, dass der griechische Steuerzahler im euphorischen Vorgriff die eigenen Steuern reduzierte. 

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